INSIDE EL PORVENIR
Schweiz, Honduras 2011 · Regie: Erika Harzer, Rainer Hoffmann · 89 Min. spanisches Original mit deutschen Untertiteln · Versión original con subtítulos en alemán
Im Frühjahr 2003 sorgt das Gefängnis El Porvenir für Schlagzeilen auch weit über die Landesgrenzen hinaus. Bei einem Massaker kamen 69 Personen ums Leben, 3 Besucher und 66 gefangene Mareros. Es war nicht das erste und auch nicht das letzte grausame Massaker in einem der honduranischen Gefängnisse. "Inside El Porvenir" ist ein Einblick ins Alltagsleben hinter honduranischen Gefängnismauern, beispielhaft erzählt von den vier Gefangenen Christian Arzú, Julio Bolton, Rosny Castellanos und José Antonio Flores.
Am Sonntag, den 10.3.2013 hat der Film "Inside el Porvenir" von Rainer Hoffmann ("Tanzträume") und Erika Harzer ("... und plötzlich sahen wir den Himmel") seine Berlinpremiere. Rainer Hoffmann und Erika Harzer werden für ein anschließendes Filmgespräch anwesend sein.
Weitere Informationen gibt es auf der Seite der Produktion: www.psfilm.ch
oder auf der Filmwebseite: www.elporvenir-film.com/index.php/film
Montag, 4. März 2013
Mittwoch, 7. November 2012
Wir leben mit der Angst!
Honduranische JounalistInnen
zwischen Arbeitsalltag und Todesdrohungen
Eine Podiumsdiskussion im taz Cafe, Rudi Dutschke Str. 23, Dienstag 20.11.2012 um 19 Uhr mit:
Felix Molina (Radio Globo / Honduras), Jutta Blume (Mitglied der Journalistinnen Delegation 2012) und Dr. Michael Rediske (Vorstandssprecher Reporter ohne Grenzen e.V.) moderiert von Erika Harzer (Autorin und Dokumentarfilmerin).
Freitag, 17. August 2012
"Junkerland in Bauernhand!" AUFRUF ZUR SOLIDARITÄT
am 14.September 2012 Fiesta und Fotoausstellung zur Unterstützung der
Gemeinden im Widerstand in Honduras. Seit dem Putsch 2009 verletzen Militärs und private Sicherheitskräfte der Großgrundbesitzer ungehindert die Menschenrechte im Bajo Aguan im Norden von Honduras. New York 59 im besetzten Teil von Bethanien am Mariannenplatz, ab 22 Uhr, Band: Tirando Terror (Psyco Surf Rock) und DJs u.a. DJ Papo Yoplack (Latin Ska-Rock, Cumbia y otras sabrosuras), Dj Amanda, Dj Carlos.
Gemeinden im Widerstand in Honduras. Seit dem Putsch 2009 verletzen Militärs und private Sicherheitskräfte der Großgrundbesitzer ungehindert die Menschenrechte im Bajo Aguan im Norden von Honduras. New York 59 im besetzten Teil von Bethanien am Mariannenplatz, ab 22 Uhr, Band: Tirando Terror (Psyco Surf Rock) und DJs u.a. DJ Papo Yoplack (Latin Ska-Rock, Cumbia y otras sabrosuras), Dj Amanda, Dj Carlos.
Situation im Bajo Aguan: Schon seit mehr als 50 Jahren kommt es zu gewaltsamen Übergriffen von Seiten der Großgrundbesitzer und des Staates auf die Kooperativen und landlosen Bauern und Bäuerinnen. 1992 wurde ein Gesetz verabschiedet, das zum einen eine immense Konzentration von Land in den Händen der wenigen Großgrundbesitzer förderte, die dadurch zu Agrarex-porteuren (Ölpalme!) wurden, zum anderen zielte es auf die Verringerung und den Verkauf kooperativen Landes ab. Die Vereinigte Bauernbewegung in Bajo Aguan (MUCA) wurde gründet, um ihr verlorenes Land zurückzugewinnen. Nach wiederholten Landbesetzungen durch die MUCA kam es zu massiven Angriffen und zu gewaltsamen Räumungen der Ländereien von Seiten der Großgrundbe-sitzer. Friedliche Annäherungsprozesse wurden wenige Tage nach dem Militär-putsch 2009 abgebrochen. Im Jahr 2011 kam es zu einer dritten massiven Militarisierung in der Region. Ca. 600 Soldaten und Polizisten sind in die Gegend entsandt worden. Seit 2009 wurden mehr als 60 Morde im Zusammenhang dieses Landkonfliktes registriert. Durch Verfolgung, Einschüchterung, Folter und Diffamierung der Bauernbewegung soll jeglicher organisierter Widerstand in der Region gebrochen werden.
¡¡¡PORQUE LA TIERRA NO SE VENDE, SE RECUPERA Y SE DEFIENDE!!!
Montag, 11. Juni 2012
Wer ist Berta Cáceres ?
Die indigene Aktivistin Berta Cáceres ist Mitbegründerin und Koordinatorin des Zivilen Rates der indigenen und Volksorganisationen von Honduras (COPINH). In Honduras ist sie als die „Stimme der Lenca“, für ihren Einsatz für indigene Rechte und die Stärkung der Frauen in den Gemeinden bekannt. Der diesjährige Shalompreis des Arbeitskreises für Gerechtigkeit und Frieden der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt wird an Berta Cáceres und stellvertretend an COPINH verliehen. Der Preis gehört zu den höchstdotierten Friedens- und Menschenrechtspreisen in Deutschland.COPINH ist ein Zusammenschluss der indigenen Gemeinden im Südwesten Honduras und koordiniert in Absprache mit den indigenen Gemeinderäten gemeinsame Aktivitäten. COPINH verteidigt die Rechte der indigenen Bevölkerung und kämpft für den Erhalt der natürlichen Ressourcen. Workshops zu Menschenrechten und Rechten indigener Völker gehören ebenso wie der Aufbau indigener Räte und Protestaktionen zu den Aktivitäten.
Das kommunale Radio La Voz Lenca ist eine wichtige unabhängige und kritische Informationsquelle im ganzen Land. Auf Landesebene ist COPINH seit dem zivil-militärischen Putsch im Jahre 2009 ein wichtiger Teil des basisdemokratischen Flügels der Widerstandsbewegung. COPINH solidarisiert sich mit anderen sozialen Organisationen, die Opfer von Repression und Menschenrechtsverletzungen sind, u.a. mit den Bauern und Bäuerinnen im Bajo Aguán. Seit dem Putsch ist COPINH aufgrund seiner Aktivitäten wieder verstärkt von Repression betroffen. Immer wieder kommt es zu Verhaftungen, Drohungen, körperlichen Übergriffen und Morden an Aktivisten und Aktivistinnen in den indigenen Gemeinden. Hinter den Angriffen stehen meist honduranische Energiekonzerne und ihre internationalen Verbündeten. Erfolgreich waren die Aktionen COPINH´s gegen den Holzeinschlag in ihren Gemeinden, ca. 30 Projekte der Holzindustrie mussten eingestellt werden. Zu den aktuellen Aktivitäten gehört der Kampf gegen den Bau von Staudämmen und Bergbauprojekten, wie Tagebaue, durch die viele Gemeinden vertrieben werden.
Anlässlich der Verleihung des Shalompreises wird Berta Cáceres in verschiedenen Städten Deutschlands sprechen, um über die Menschenrechtssituation in Honduras Öffentlichkeit zu schaffen. Vom 25. - 27. Juni 2012 ist sie in Berlin.
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